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Terminal - bzw. Konsolenbefehle u. Werkzeuge
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lm-sensors

  • Forwared from „sensors“
  • Tuxine
  • June 7, 2026 at 3:25 PM
  • July 16, 2026 at 7:26 PM
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  • Ratings 0
  • lm-sensors (Linux Monitoring Sensors) ist das standardmäßige Open-Source-Werkzeugset unter Linux, um die physischen Hardwaresensoren des Mainboards und der CPU auszulesen. Mit diesem Tool lassen sich die Temperaturen (von CPU-Kernen, Hauptplatine und Spannungswandlern), die Lüfterdrehzahlen (RPM) sowie die anliegenden Spannungen (Volt) direkt im Terminal überwachen.

    Klick für mehr ...

    1 lm-sensors (Hardware-Überwachung unter Linux)

    Es dient als fundamentale Datenbasis für viele grafische Überwachungstools (wie KDE Plasma Systemmonitor, Conky oder Hardinfo).

    1.1 📥 1. Installation nach Distributionsfamilie

    Das Werkzeug ist in den offiziellen Paketquellen fast aller Linux-Distributionen enthalten und lässt sich schnell über das Terminal installieren:

    • Debian / Ubuntu / Linux Mint:

      Code
      sudo apt update && sudo apt install lm-sensors
    • Arch Linux / EndeavourOS / Manjaro:

      Code
      sudo pacman -S lm-sensors
    • Fedora / RHEL:

      Code
      sudo dnf install lm-sensors
    • openSUSE (Leap & Tumbleweed):

      Code
      sudo zypper install lm-sensors

    1.2 🛠️ 2. Die Ersteinrichtung: Sensoren erkennen (sensors-detect)

    Nach der Installation weiß das System oft noch nicht, welche spezifischen Sensor-Chips (z. B. von ITE, Winbond oder Nuvoton) auf dem Mainboard verbaut sind. Daher muss einmalig die automatische Hardware-Erkennung durchlaufen werden.

    Befehl im Terminal starten:

    Code
    sudo sensors-detect
    Quote

    💡 Wichtiger Hinweis für den Ablauf:
    Das Skript stellt dem Nutzer nun nacheinander mehrere Fragen, ob es bestimmte Bussysteme (ISA, I2C, PCI) nach Sensoren durchsuchen darf.

    • Die sicherste Methode:
      Jede Frage einfach durch Drücken der [Enter-Taste] (wählt standardmäßig immer das sichere YES) bestätigen.
    • Ganz am Ende fragt das Skript, ob die erkannten Treiber automatisch in die Konfiguration (z. B. /etc/modules) eingetragen werden sollen, damit sie bei jedem Systemstart laden. Auch hier mit YES / Enter bestätigen.

    Danach zwingend erforderlich:
    Entweder den PC einmal neu starten oder die erkannten Kernel-Module manuell laden (wird am Ende des Skripts im Terminal angezeigt), damit die Daten fließen können.

    1.3 🔍 3. Sensoren auslesen und interpretieren

    Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, reicht ein einfacher Befehl ohne Root-Rechte, um den aktuellen Status der Hardware abzufragen:

    Code
    sensors

    1.3.1 Praxis-Beispiel einer Terminal-Ausgabe:

    Code
    k10temp-pci-00c3
    Adapter: PCI adapter
    Tctl:         +41.2°C  
    
    nct6687-isa-0a20
    Adapter: ISA adapter
    VIN0:                1.01 V  
    fan1:              2303 RPM  
    fan3:              1150 RPM  
    Thermistor 1:      +39.0°C  

    1.3.2 Die wichtigsten Werte im Foren-Support verstehen:

    1. Tctl / Tdie (Bei AMD Ryzen):
      Zeigt die aktuelle CPU-Temperatur an. Tctl ist oft ein vom Hersteller künstlich erhöhter Wert, um die Lüftersteuerung aggressiver reagieren zu lassen.
    2. Core 0, Core 1 etc. (Bei Intel):
      Listet die Temperaturen der einzelnen physikalischen CPU-Kerne auf.
    3. fanX:
      Die Drehzahl der angeschlossenen Lüfter in Umdrehungen pro Minute (RPM). Steht hier 0 RPM, ist an diesem Mainboard-Anschluss kein Lüfter aktiv oder die Drehzahlsteuerung greift gerade voll (Lüfter-Stopp im Leerlauf).
    4. Thermistor X / Diode X:
      Das sind die physikalischen Messfühler auf dem Mainboard. Sie überwachen den Chipsatz, die Gehäuseluft oder die VRMs (Spannungswandler). Welcher Sensor wo sitzt, unterscheidet sich je nach Mainboard-Hersteller (oft ist der wärmste Thermistor im Leerlauf der VRM-Bereich).

    1.4 🕒 4. Live-Überwachung im Terminal (Der Praxis-Tipp)

    Wenn ein Nutzer im Forum Hitzeprobleme beim Gaming oder beim Kompilieren vermutet, nützt ein einzelner Schnappschuss des sensors-Befehls wenig. Man muss die Werte unter Last beobachten.

    Mit dem Linux-Befehl watch lässt sich die Ausgabe im Sekundentakt live aktualisieren:

    Code
    watch -n 1 sensors

    Der Parameter -n 1 sorgt dafür, dass die Anzeige jede Sekunde neu geladen wird. Mit der Tastenkombination Strg + C wird die Live-Überwachung wieder beendet.

    1.5 ⚠️ Die klassischen Stolpersteine

    1.5.1 1. "Bei mir wird fast gar nichts angezeigt!" (Das Treiber-Problem)

    Besonders bei brandneuen Mainboards (z. B. frisch erschienene Intel- oder AMD-Plattformen) kann es vorkommen, dass sensors nur die CPU-Temperatur liefert, aber keine Lüfter oder Mainboard-Werte anzeigt.

    • Die Ursache:
      Der verbaute Super-I/O-Chip auf dem Board ist neuer als der aktuell verwendete Linux-Kernel. Die Open-Source-Entwickler haben den Treiber noch nicht in den stabilen Kernel integriert.
    • Rat: Den Nutzer nach seiner Kernel-Version fragen (uname -r). Oft hilft hier bei stabilen Distributionen wie Debian der Wechsel auf neuere Backport-Kernel, um die Hardware-Unterstützung nachzurüsten.

    1.5.2 2. Utopische Werte oder "ALARM" bei Grenzwerten

    Manchmal listet sensors Werte wie fan1: 0 RPM (min = 1200 RPM) ALARM oder Spannungen mit 0.00 V auf.

    • Die Erklärung:
      Wenn Grenzwerte im BIOS nicht exakt definiert sind oder ein Lüfterplatz auf dem Board schlicht leer ist, interpretieren die Linux-Treiber dies manchmal falsch und schlagen fälschlicherweise "Alarm". Das kann ignoriert werden, solange die echten, genutzten Komponenten (CPU-Lüfter, Gehäuselüfter) korrekte Werte liefern.
    • Sensoren
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Table of Contents

  • 1 lm-sensors (Hardware-Überwachung unter Linux)
    • 1.1 📥 1. Installation nach Distributionsfamilie
    • 1.2 🛠️ 2. Die Ersteinrichtung: Sensoren erkennen (sensors-detect)
    • 1.3 🔍 3. Sensoren auslesen und interpretieren
      • 1.3.1 Praxis-Beispiel einer Terminal-Ausgabe:
      • 1.3.2 Die wichtigsten Werte im Foren-Support verstehen:
    • 1.4 🕒 4. Live-Überwachung im Terminal (Der Praxis-Tipp)
    • 1.5 ⚠️ Die klassischen Stolpersteine
      • 1.5.1 1. "Bei mir wird fast gar nichts angezeigt!" (Das Treiber-Problem)
      • 1.5.2 2. Utopische Werte oder "ALARM" bei Grenzwerten

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  16. Gaming unter Linux 12
  17. Hardware, Speicher, virtuelle Speicher 34
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  19. Kernel 8
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