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Terminal - bzw. Konsolenbefehle u. Werkzeuge
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curl

  • Tuxine
  • June 7, 2026 at 10:26 AM
  • July 16, 2026 at 1:33 PM
  • 92 times viewed
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  • Ratings 0
  • curl (kurz für client URL) ist ein mächtiges Kommandozeilen-Werkzeug und eine Bibliothek zum Übertragen von Daten mit URL-Syntax. Es unterstützt fast alle erdenklichen Netzwerkprotokolle (darunter HTTP, HTTPS, FTP, IMAP, POP3, SCP, SFTP und viele mehr). Im Linux-Alltag wird es primär genutzt, um Daten von Servern herunterzuladen, APIs anzusprechen oder Netzwerkverbindungen zu diagnostizieren.

    Klick für mehr ...

    1 curl (client url)

    1.1 Die Philosophie: Protokoll-Allrounder ohne Ballast

    Im Gegensatz zu wget, das darauf spezialisiert ist, ganze Webseiten rekursiv spiegelartig herunterzuladen, ist curl ein Werkzeug, das Datenströme im Terminal flexibel manipuliert. Es schickt Anfragen ab und gibt die Antwort standardmäßig direkt im Terminal (auf dem Standard-Ausgabekanal) aus – es sei denn, man sagt ihm explizit, dass es eine Datei speichern soll.

    1.2 Die wichtigsten Parameter im Alltag:

    • -O (Großes O - Remote Name):
      Lädt die Datei herunter und speichert sie unter exakt dem Namen, den sie auch auf dem Server hat. (Sehr häufig im Forum genutzt).
    • -o (Kleines o - Output):
      Lädt die Datei herunter, erlaubt es dir aber, einen neuen, eigenen Dateinamen für die Speicherung zu definieren.
    • -I (Großes i - Head):
      Lädt nicht die Datei oder die Webseite herunter, sondern fordert ausschließlich den HTTP-Header an. Perfekt, um Server-Antworten, Weiterleitungen (Redirects) oder SSL-Zertifikate zu prüfen.
    • -L (Großes L - Location):
      Folgt automatischen Weiterleitungen. Wenn eine URL von http auf https umleitet, bricht curl standardmäßig ab. Mit -L läuft es der Weiterleitung hinterher.
    • -s (Silent):
      Schaltet den Fortschrittsbalken und Fehlermeldungen ab. Ideal, wenn man curl in eigenen Bash-Skripten im Hintergrund laufen lassen möchte.

    1.3 Praktische Beispiele:

    • Ein Skript oder eine Datei einfach herunterladen (unter Originalnamen):

      Code
      curl -O https://raw.githubusercontent.com/AlmaLinux/almalinux-deploy/master/almalinux-deploy.sh
    • 1.4 Eine Datei herunterladen und umbenennen:

    Code
        curl -o mein_skript.sh https://beispiel.de/download/xyz.sh
    • Nur den HTTP-Statuscode einer Webseite prüfen (ob der Server online ist):

      Code
      curl -I https://ubuntu.com

    1.5 💡 Der "Aha!"-Effekt: Die eigene öffentliche IP ermitteln

    Ein extrem beliebter Trick, wenn ein Nutzer wissen möchte, unter welcher IP-Adresse sein Linux-PC gerade im Internet unterwegs ist (z.B. um VPNs oder Portfreigaben zu prüfen).

    Quote

    Der Einzeiler für die IP-Abfrage:
    Statt eine überladene Werbe-Webseite im Browser aufzurufen, schickt man einfach eine kurze, lautlose Anfrage an einen reinen Text-Dienst:

    Code
    curl -s https://ifconfig.me -w "\n"

    Das Ergebnis: Das Terminal gibt kurz und knackig exakt deine öffentliche IPv4- oder IPv6-Adresse aus. Keine Werbung, kein Schnickschnack.

    ⚠️ Der IPv4-Zwang im modernen Netz:
    Wenn das eigene System über einen modernen IPv6-Anschluss verfügt, liefert curl -s https://ifconfig.me die lange IPv6-Adresse zurück. Möchte man jedoch die klassische IPv4-Adresse (z. B. 80.120....) ermitteln, erweitert man den Befehl um den Parameter -4:

    Code
    # IPv4 mit sauberem Zeilenumbruch abfragen
    curl -4 -s https://ifconfig.me -w "\n"
    
    # IPv6 mit sauberem Zeilenumbruch abfragen
    curl -6 -s https://ifconfig.me -w "\n"
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Table of Contents

  • 1 curl (client url)
    • 1.1 Die Philosophie: Protokoll-Allrounder ohne Ballast
    • 1.2 Die wichtigsten Parameter im Alltag:
    • 1.3 Praktische Beispiele:
    • 1.4 Eine Datei herunterladen und umbenennen:
    • 1.5 💡 Der "Aha!"-Effekt: Die eigene öffentliche IP ermitteln

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  14. Fenstermanager 12
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  19. Kernel 8
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  21. Netzwerk 36
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  26. Sandbox Programme 6
  27. Schnittstellen 6
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