1 1. Der Desktop als Software (Die Benutzeroberfläche)
Im Software-Bereich ist der Desktop die digitale Metapher für einen echten Schreibtisch. Er ist der Startbildschirm, den man nach dem Hochfahren des Computers sieht, und dient als zentrale Schaltzentrale. Auf ihm befinden sich Symbole (Icons) für Programme, Dateien, Ordner und Verknüpfungen sowie eine Taskleiste und Hintergrundbilder.
- Die Linux-Besonderheit (Desktop-Umgebungen):
Während man bei Windows oder macOS fest an den einen, vom Hersteller vorgegebenen Desktop gebunden ist, ist die grafische Oberfläche unter Linux völlig modular. Sie wird als Desktop-Umgebung (englisch: Desktop Environment, kurz DE) bezeichnet. Ein Linux-Nutzer kann die Oberfläche nach eigenem Geschmack komplett austauschen, anpassen oder sogar mehrere parallel installieren. Die beiden bekanntesten und am weitesten verbreiteten Linux-Desktops sind KDE Plasma (extrem anpassbar, erinnert optisch eher an Windows) und GNOME (sehr modern, minimalistisch und auf Effizienz getrimmt).
2 2. Der Desktop als Hardware (Die Bauform)
Im Hardware-Bereich bezeichnet ein „Desktop-PC“ einen klassischen, stationären Computer, der im Gegensatz zu einem Notebook oder Tablet dauerhaft an einem festen Platz (meistens auf oder unter dem Schreibtisch) aufgestellt ist.
- Merkmale:
Ein klassischer Desktop-PC besteht aus einem separaten Gehäuse (Tower), in dem die Kernkomponenten wie Mainboard, Prozessor, Grafikkarte und Netzteil sitzen. Bildschirm, Tastatur und Maus werden als externe Geräte angeschlossen. - Vorteile:
Desktop-PCs bieten in der Regel deutlich mehr Leistung fürs Geld als Laptops, lassen sich viel einfacher kühlen und bieten den großen Vorteil, dass man einzelne Komponenten (wie die Grafikkarte oder den Arbeitsspeicher) über Jahre hinweg problemlos aufrüsten oder austauschen kann.