Alle zwei Jahre erscheint eine neue LTS-Version von Ubuntu, und meistens klopft man Canonical auf die Schulter, lobt ein paar neue Icons und geht zur Tagesordnung über. Dieses Jahr ist anders. Ubuntu 26.04 LTS "Resolute Raccoon" ist kein kosmetisches Update, sondern ein technischer Generationswechsel: Rust ersetzt C an sensiblen Stellen, Wayland verdrängt X11 endgültig, und lokale KI-Modelle installieren sich per Klick, ohne dass ein einziges Byte den Rechner verlässt. Ein Überblick für alle, die von 24.04 umsteigen oder Ubuntu nach längerer Pause wieder eine Chance geben wollen. Canonical nutzt dieses Release, um unter der Haube mit den 2000er-Jahren abzuschliessen und sich für das nächste Jahrzehnt zu rüsten.
Coden wir uns ins eigene Aus? Wir feiern KI-Tools für ihre Effizienz, aber Projekte wie Tailwind CSS zeigen gerade die bittere Quittung: Die KI saugt das Wissen der Community ab, zerstört aber gleichzeitig die Geschäftsmodelle, die freie Software am Leben halten. Wenn wir die Bequemlichkeit über die Existenz unserer Tools stellen, brennt uns bald die Open-Source-Basis weg - von Firefox bis zum Linux-Kernel.
Wer sich für Privatsphäre im Netz interessiert, stolpert früher oder später über Proton. Das Unternehmen aus Genf ist bekannt für Proton Mail, Proton VPN und Proton Drive – alles Dienste, die den Schutz der persönlichen Daten ins Zentrum stellen. Nun wagt Proton mit Lumo den Schritt ins KI-Feld.
Gerade für Menschen, die Wert auf Sicherheit legen, ist das spannend. Denn Lokale KI-Modelle lassen sich zwar auf dem eigenen Rechner datenschutzfreundlich betreiben, aber auf durchschnittlicher Hardware laufen meist nur kleine Modelle, die inhaltlich schnell an ihre Grenzen stossen. Die grossen Cloud-KIs wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity liefern zwar beeindruckende Ergebnisse, speichern aber oft Daten in US-Rechenzentren – was nicht jedem gefällt.
Proton versucht mit Lumo, hier eine Alternative zu schaffen: Ein leistungsfähiger KI-Chatbot, der ähnlich wie die etablierten Dienste funktioniert, aber die Privatsphäre stärker respektieren soll.
Genau das macht Lumo interessant für einen Test – und für den Vergleich mit den grossen Playern wie ChatGPT, Gemini, Perplexity und Mistral.