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Anonyme Wegwerfadressen mit eigener Domain und Proton Pass

  • Stardenver
  • June 22, 2025 at 10:33 AM
  • 899 Views
  • 19 Replies
Wie ich personalisierte Wegwerfadressen mit eigener Domain und Proton Pass realisiere.
Contents [hideshow]
  1. Die Lösung: Eigene Domain – anonym registriert
  2. So geht es dann weiter:
  3. Fazit

Ich bin mittlerweile ziemlich zufrieden mit Proton Pass als Passwortmanager. Nicht nur, weil die Oberfläche aufgeräumt ist oder die App zuverlässig funktioniert – das tun viele Passwortmanager. Was Proton Pass für mich besonders macht, ist die Möglichkeit, für jeden Login eine eigene E-Mail-Adresse zu generieren. Und das direkt beim Anlegen eines neuen Eintrags.

Warum das gut ist? Ganz einfach: Ich kann für jeden Dienst eine andere Adresse nutzen. Sollte plötzlich Spam auf eine dieser Adressen eintrudeln, weiß ich sofort, wer da geschlampt oder meine Adresse verkauft hat. Außerdem erschwert es Angreifern das Leben. Wer eine meiner Adressen kennt, kann sich damit nicht einfach irgendwo anders anmelden – weil es diese Adresse nur für genau einen Dienst gibt.

Allerdings gibt es einen Haken an der Sache: Diese E-Mail-Aliasse kommen alle von Proton selbst. Bedeutet: Wenn ich aus irgendeinem Grund den Zugriff auf mein Proton-Konto verliere – sei es durch Kündigung, Sperre oder ein anderes Drama – dann sind all diese Aliasse weg. Und das kann schnell sehr ungemütlich werden, wenn man sich plötzlich nirgends mehr einloggen kann.

Die Lösung: Eigene Domain – anonym registriert

Um das zu vermeiden, setze ich auf eine eigene Domain. Die gehört mir, nicht Proton, nicht Google, keinem Drittanbieter – nur mir. Und sollte ich je den Anbieter wechseln wollen, kann ich sie samt DNS-Einträgen einfach mitnehmen.

Weil mir Anonymität wichtig ist, nutze ich dafür Njalla. Falls du Njalla noch nicht kennst: Das ist ein Domain-Registrar mit Fokus auf Privatsphäre, gegründet von einem der Pirate-Bay-Mitgründer. Hier kann ich Domains registrieren, ohne dass mein Name in irgendwelchen Whois-Datenbanken auftaucht. Ich zahle anonym (z. B. mit Kryptowährung), Njalla tritt als Treuhänder auf, und ich habe trotzdem die volle Kontrolle über DNS, Mail und Co.

Preislich geht es hier bei 15 EUR (im Jahr) los. Ich nutze einfach mal die Domain Linuxfreund für eine Suche (hat nichts mit unserem gleichnamigen Nutzer im Forum zu tun):

Mit .net .eu und .com sind schon ganz akzeptable TLD für 15 EUR darunter.Bezahlt werden kann anonym via Wallet oder halt per PayPal. Da der Kauf via PayPal nicht direkt mit einer Domain in Verbindung gebracht wird und stattdessen "nur" das Nutzerkonto mit Guthaben aufgeladen wird, gibt es zumindest keine direkte Verbindung. Für mich gut genug. Wer hier maximale Anonymität (im Bereich des Möglichen) will, der sollte Cryptocurrencies verwenden.

So geht es dann weiter:

  1. Ich wähle mir über Njalla eine Domain aus – am besten eine, die nicht aussieht wie Spam, aber auch nicht direkt auf mich schließen lässt.
  2. Die Registrierung kostet in meinem Fall 15 Euro pro Jahr, was für ein bisschen digitale Unabhängigkeit völlig okay ist.
  3. In den DNS-Records der Domain trage ich die nötigen MX- und TXT-Einträge für Proton ein, wie es in der Anleitung von Proton beschrieben ist.
  4. Nun erfolgt eine kurze abschließende Überprüfung über den Assistenten in Proton und ich kann weitere Einstellungen vornehmen.
  5. Und ab jetzt: Jede neue Login-Adresse läuft über meine eigene Domain. Anonym, unter meiner Kontrolle – und wenn Proton mal weg sein sollte, wechsle ich einfach den Mailanbieter, nicht meine ganze digitale Identität.

Ich habe mich während der Einrichtung dafür entschieden, dass neue Mailadressen beim Eintreffen der ersten Mail automatisch eingerichtet werden. Das hat den Vorteil, dass ich jederzeit und überall selbst Adressen ausdenken kann, auch wenn ich dafür gerade nicht Proton Pass verwende. Nutze ich also bspw test1@domain, test2@domain und test3@domain und lege dann einen neuen Login auf einer Webseite an, kann ich auch manuell einfach irgendeine Adresse angeben. Verwende ich z.B. bei der Registrierung blablablupp@domian und der Dienst sendet dann eine Registrierungs-Mail an diese Adresse, legt Proton diese automatisch für mich an, wenn die erste Mail eintrifft. Theoretisch könnte ich mir also auch eine Adresse ausdenken und jemandem telefonisch mitteilen und es würde funktionieren.

Fazit

Für mich ist das die ideale Kombination: Die Einfachheit und Sicherheit von Proton Pass, kombiniert mit der Kontrolle und Flexibilität einer eigenen Domain. Und wenn dann doch mal Spam auftaucht? Einfach ein Alias deaktivieren – fertig.

Das Ganze klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas aufwendig, ist es aber nicht. Und der Zugewinn an Datenschutz und Übersicht ist es für mich absolut wert.

Mir ist bewusst: Absolute Anonymität oder Sicherheit gibt es nicht. Wer das behauptet, redet sich die Welt schöner, als sie ist. Es geht vielmehr darum, die eigenen Daten so gut wie möglich zu schützen und die Kontrolle zu behalten – und genau das erreiche ich mit dieser Kombination. Für den normalen Alltag ist das Setup mehr als ausreichend sicher und privat, aber eben keine Garantie gegen Missbrauch, Überwachung oder Pannen. Ein gesundes Maß an Misstrauen sollte man sich immer bewahren.

About the Author

Mittelhessen | Altenpflege | IDDDQD DIKFA

Stardenver Administrator

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Replies 19

MyLibertad
June 24, 2025 at 5:22 PM

Super Beitrag.

Ein ähnliches Konzept habe ich auch bei mir zu laufen. Eigene Domain, eigener Mailserver und damit einhergehend eine unendliche Anzahl an E-Mailadressen, die allesamt zur Überwachung in ein Konto laufen. Daher nenne ich sie weniger Wegwerfadressen, sondern eher Überwachungsadressen. Auf diese Weise konnte ich in der Vergangenheit schon zwei Dienstleister ermitteln, deren Datenbanken geknackt wurden. Du hast da einen praktikableren Weg gefunden. :thumbup:

Vielen Dank fürs Teilen.

Stardenver
June 24, 2025 at 5:46 PM
Quote from MyLibertad

Super Beitrag.

Ein ähnliches Konzept habe ich auch bei mir zu laufen. Eigene Domain, eigener Mailserver und damit einhergehend eine unendliche Anzahl an E-Mailadressen, die allesamt zur Überwachung in ein Konto laufen. Daher nenne ich sie weniger Wegwerfadressen, sondern eher Überwachungsadressen. Auf diese Weise konnte ich in der Vergangenheit schon zwei Dienstleister ermitteln, deren Datenbanken geknackt wurden. Du hast da einen praktikableren Weg gefunden. :thumbup:

Vielen Dank fürs Teilen.

Ja, ist für mich so eine Mischung aus Einweg-Wegwerf-Überwachungs-Adresse. Teilweise will ich meine richtige einfach nicht hergeben und teilweise will man auch wissen, woher Spam vielleicht kommt. Wichtig war mir nur, dass es eine eigene Domain ist, damit ich im Fall der Fälle umziehen kann. Am Ende muss man sich doch nochmal irgendwo legitimieren oder einen Login-Link anklicken und wenn dann das Konto nicht mehr zur Verfügung steht, ist das natürlich schlecht.

Helmfuss
June 24, 2025 at 5:59 PM

Im Grunde nutzt du eine Catch-all-Adresse, die halt angepasst ist. So nutze ich auch Anmeldungen ohne jeden meine echte Mail mitzuteilen.

Stardenver
June 24, 2025 at 6:17 PM
Quote from Helmfuss

Im Grunde nutzt du eine Catch-all-Adresse, die halt angepasst ist. So nutze ich auch Anmeldungen ohne jeden meine echte Mail mitzuteilen.

Ja, fast. Also in meinem Fall ist das so, catch-all ist allerdings optional. Ich habe es so eingestellt, dass die erste Mail an eine unbekannte Adresse diese dann anlegt. Man kann aber auch einstellen, dass Mails an unbekannte Adressen abgewiesen werden.

Und ich wollte halt gerne eine anonyme Domain haben, damit im Falle eines Leaks oder Datendiebstahl, etc die Adresse nicht direkt auch mich zurückzuführen ist.

MyLibertad
June 24, 2025 at 8:19 PM
Quote from Helmfuss

Im Grunde nutzt du eine Catch-all-Adresse, die halt angepasst ist. So nutze ich auch Anmeldungen ohne jeden meine echte Mail mitzuteilen.

Ja da hast Du vollkommen recht. Allerdings würde ich der vollständigkeithalber noch einmal klarer bezeichnen, was Catch-All ist, sodass nicht jemand der weniger bedarft ist und das hier liest, plötzlich losrennt und das Scheunentor aufmacht. (Alles schon erlebt.)

Quote

Eine Catch-all-Adresse empfängt alle E-Mails, die an Deine Domain gerichtet werden – unabhängig davon, ob der Postfach-Name vor dem @-Zeichen existiert oder nicht.

Bei mir ist Catch-All restriktiv umgekehrt. Ein bestimmtes Konto und seine unzähligen Aliase. Nur das was existiert, darf auch tatsächlich empfangen und in Ausnahmefällen auch senden dürfen.

Doch im Grunde ist das hier auch schon ein Stück zu weit. Jeder der einen brauchbaren Mailprovider hat, der auch unlimited Aliase anbietet, kann sich das soweit einrichten.

Quote from Stardenver

Ja, fast. Also in meinem Fall ist das so, catch-all ist allerdings optional. Ich habe es so eingestellt, dass die erste Mail an eine unbekannte Adresse diese dann anlegt. Man kann aber auch einstellen, dass Mails an unbekannte Adressen abgewiesen werden.

Das klingt interessant mit dem automatischen Erstellen. So lauf ich immer erst zu meinem Panel und lege den entsprechenden Alias an. Was natürlich im Eifer des Gefechts manchmal nicht geht.

KTT73
June 24, 2025 at 8:59 PM

Funktioniert das mit ProtonPass free oder brauchts dafür den Plus?

kim88
June 24, 2025 at 9:06 PM

Mit der Free Version kannst du 10 Hide-My-EMail Adressen erstellen. Mit dem Plus Plan unbegrenzt.

Proton nutzt dafür den Dienst: https://simplelogin.io/de/ - der wurde vor eine Weile von Proton gekauft und eben nahtlos in ProtonPass integriert. Man kann den Service aber auch ohne ProtonPass nutzen.

ProtonPass Plus: 35.88 CHF / Jahr

SimpleLogin alleine: 36CHF / Jahr

Daher wenn du es nutzen willst - lohnt es sich eigentlich direkt ProtonPass zu kaufen - da dort der Dienst integriert ist.

kim88
June 24, 2025 at 9:07 PM

Ah shit - Kleiner Nachtrag: Um eigene Domains für die Aliase zu nutzen ist das ProtonPass Plus erforderlich. In der Free Version kannst du nur vordefinierte ProtonDomains nutzen und keine eigenen.

Anda
July 6, 2025 at 10:21 AM

Oh, Cool, genau das richtige für mich, weil ich vor nem Monat
Proton noch mal ne Chance gegeben habe und ich merkte das ich
die Fehlende Proton Drive - Linux Unterstützung kein "gegen Proton"
Argument für mich ist.
Bin nur gespannt in welches Land Sie abwandern wenn die EU Ihr Gesetz auch in
der Schweiz Durchgesetzt hat, aber das ist ein anderes Thema ^^

rrbs
July 6, 2025 at 10:53 AM
Quote from Anda

Bin nur gespannt in welches Land Sie abwandern wenn die EU Ihr Gesetz auch in
der Schweiz Durchgesetzt hat, aber das ist ein anderes Thema ^^

Naja das ist doch relativ einfach. UK, SK, USA waeren die allerersten, die mir da einfallen.

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